Worum geht es bei der Aktion “Faire Gemeinde”?

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Mehr als eine Milliarde Menschen auf der Erde leben am Rande des Existenzminimums; rund 30.000 Menschen sterben täglich an Ursachen, die mit Armut und Hunger in Verbindung gebracht werden. Ungerechte Welthandelsstrukturen geben den Ländern des Südens keine ausreichende Ernährungssicherheit und verhindern häufig eine existenzsichernde Produktion.

Auch die Auswirkungen des raschen Klimawandels treffen besonders die, die am wenigstens dazu beigetragen haben, nämlich Menschen im Süden.

Das Eintreten für weltweite Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung ist gemeinsamer Auftrag aller Christen. Als gelebte praktische Solidarität wird dieser Einsatz zu einem wichtigen Moment unserer kirchlichen Glaubwürdigkeit.

Mit dem Kauf- und Konsumverhalten in unseren Pfarreien und den dazu gehörenden Einrichtungen können wir wichtige Beiträge leisten: zum Schutz unserer Umwelt und für gerechtere globale Lebensbedingungen. Jede einzelne Gemeinde entscheidet durch ihren Einkauf und ihr Umweltverhalten mit darüber, welche Produkte wie hergestellt werden. Sie nimmt darauf Einfluss, ob die Produzenten in den südlichen Ländern einen fairen Preis für ihre Produktion erhalten, der ihnen und ihren Familien ein würdevolles Leben ermöglicht

Die Pfarrei St. Joseph ist „fair-siegelt“  und darf sich somit

“Faire Gemeinde”

nennen.

Viele Tausend Menschen sterben täglich auf Grund von Armut und Hunger, während andere im Überfluss leben. Vor dem Hintergrund der oft verheerenden Auswirkungen des Klimawandels und ungerechter Welthandelsstrukturen hat das Bistum Osnabrück vor einigen Jahren die Aktion FAIRE GEMEINDE ins Leben gerufen. Im Rahmen dieser Zertifizierung werden faire und ökologische Kriterien festgelegt, von denen fünf eingehalten werden müssen, um eine “FAIRE GEMEINDE” zu werden.  Für welche Kriterien sich die Pfarreiengemeinschaft Osnabrück-Süd entschieden hat, wurde in einem feierlichen gemeinsamen Gottesdienst in der St. Josephskirche symbolisch erklärt: Es wurden Recyclingpapier, Mehrweggeschirr, Energie-Sparlampen und ein großer Korb mit fair gehandelten Produkten zum Altar getragen. Durch den Kauf von fair gehandelten Lebensmitteln unterstützen die Gemeinden die benachteiligten Produzenten in den südlichen Ländern dabei, ihre Produkte unter gerechten Bedingungen zu vermarkten. Durch das Einhalten ökologischer Kriterien, wie z. B. die Benutzung  von Recyclingpapier, helfen sie mit, den Auswirkungen des Klimawandels entgegenzuwirken.  „Dieses Handeln ist gelebte Nächstenliebe und wir tun es aus Überzeugung und aus dem Glauben heraus“,  sagte Hermann Hülsmann, Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft in seiner Predigt. Für ihr Engagement wurden die drei Gemeinden in diesem Gottesdienst vom Bistum „fair-siegelt”.