Ein Blick zurück

Als im Spätsommer 2013 die Pfarrgemeinde St. Joseph davon erfuhr, dass im ehemaligen Sozialgericht Osnabrück an der Petersburg Flüchtlinge eingezogen waren -ausschließlich junge allein reisende junge Männer zwischen 18 und 30 Jahren- begannen wir mit Aufrufen in der Kirche, Hinweisen im Pfarrbrief, Flugblättern und persönlichem Sammeln im Verwandten-, Freundes- und Bekanntenkreis für die Hilfsbedürftigen Kleidung, Haushaltsgegenstände und Dinge des persönlichen Bedarfs zu sammeln. Die Hilfsbereitschaft vieler Gemeindemitglieder war riesengroß und schnell waren der „Alte Pfarrsaal“ sowie die Vorräume im Pfarrhaus gefüllt. 8 -10 Frauen aus der Gemeinde begannen die Spenden zu sichten, zu sortieren und in Bananenkartons zur Petersburg zu bringen. Da ein Ausgaberaum noch nicht zur Verfügung stand, wurden aus den Kartons heraus die gespendete Kleidung und die Haushaltsgegenstände an die ca. 80 Bewohner verteilt. Schnell wurde klar, dass das nur eine vorübergehende Lösung sein konnte. Nach Gesprächen mit dem Hausmeister der städtischen Einrichtung erhielten wir die Möglichkeit im ersten Stock des Gebäudes eine kleine Kleiderkammer mit insg. 15 qm einzurichten und die Ausgaben der Spenden wöchentlich durchzuführen. Da die Räume im Pfarrhaus wegen des anstehenden Umbaus zur Kinderkrippe geräumt werden mussten, wurden die Spenden so weit wie möglich zur Petersburg geschafft. Aber auch einige private Kellerräume wurden zur Zwischenlagerung bereit gestellt. Was uns dringend fehlte war ein großer Lagerraum.

Kurze Zeit später eröffnete die Stadt Osnabrück an der Meller Strasse ein weiteres Flüchtlingswohnheim, dieses Mal aber für Familien mit Kindern und allein erziehenden Müttern mit ihren Kindern. Hier zogen ca. 30 Personen ein, die wir auch mitversorgten.
Flüchtlinge, denen es gelang, eigene Wohnungen zu mieten, verteilt über den ganzen Süden der Stadt, halfen wir, diese Wohnungen mit gespendeten Möbeln einzurichten.

Da wir zu Beginn unserer Aktion auch ein Spendenkonto eröffneten, damit Menschen die bereit waren zu helfen, aber keine Kleidung oder Haushaltsgegenstände spenden konnten, war es uns möglich, in einigen Fällen auch mit dem Kauf z. B. von Matratzen und anderen wichtigen persönlichen Dingen zu helfen.

Nachdem wir unsere kleine Kleiderkammer an der Petersburg ein paar mal umgeräumt hatten – es wurden z. B. neue Regale eingebaut- versorgten wir auf diese Weise ca. 300 Flüchtlinge. Einige größere Kleiderausgaben im Josephssaal unseres Gemeindehauses, bei denen engagierte Helferinnen und Helfer aus unseren drei Gemeinden und einige Firmlinge halfen, haben dazu beigetragen, die Flüchtlinge mit den nötigen Dingen zu versorgen. Die Kleiderspenden und die Haushaltsgegen stände konnten inzwischen in einem Container, der auf dem Parkplatz im „Raspo- Sportpark“ seinen Platz hatte, abgegeben werden.