Kirchbau

Die neue Glocke

Die Glocke

Die Glocke

Seit der Allerseelenmesse am 2. November 2010 läutet in der Hl. Familie regelmäßig eine Glocke. Diese ist ein Geschenk von der Pfarrei St. Augustinus in Nordhorn, die ihren Gottesdienststandort Klausheide aufgeben musste. Die Glocke trägt den Namen „JOHANNES“ sowie die Aufforderung „Ut omnes unum sint“, was übersetzt heißt: „Damit alle eins sein mögen“.

Die Glocke wird künftig zu den Gottesdiensten einladen und freitags um 15:00 Uhr durch ein kurzes Geläut an die Todesstunde Jesu erinnern. Der Einbau der Glocke ist ausschließlich über Spenden finanziert worden. Ein herzlicher Dank gilt deshalb allen, die dies ermöglicht haben, den Spenderinnen und Spendern und natürlich besonders der Kirchengemeinde St. Augustinus in Nordhorn.

Das neue Bild der Heiligen Familie

Schon in den ersten Plänen des Umbaus der Kirche Hl. Familie zur Kolumbariumskirche war am Eingang ein Ort für ein Bildnis der Heiligen Familie vorgesehen. Vor dem Umbau hatten wir ein Bild der Heiligen Familie am Ambo. Am letzten Kirchweihfest konnte dieser Plan nun endlich umgesetzt werden. Seitdem findet sich am Eingang der Kirche ein Bildnis, das der Bildhauer Ewald Böggemann aus Mettingen geschaffen hat.

Das Bild zeigt das Wichtigste in der Mitte, oder besser, den Wichtigsten: Jesus. Er ist die Mitte der Familie. Er schaut den Betrachter mit offenen Augen und Armen an. Er möchte einladen, zu ihm zu kommen und zugleich für ihn Platz zu machen. Denn da gelingt Heilige Familie, wo Ihm Raum gegeben wird. Der heilige Joseph hält seine Arme und seinen Mantel um Maria und beschützt so sie und Jesus, er ist sichtbar als der Beschützer der Heiligen Familie und der ganzen Kirche dargestellt. Seine linke Hand ruht dabei auf seinem Herzen, so dass deutlich wird, dass er aus dem Herzen handelt und lebt. Wenn Joseph auch eher nach innen schaut, so ist Marias Blick ganz wach uns zugewandt. Und sie hat ihre linke Hand auf Jesus gelegt und zeigt so, dass sie uns zu ihm und gleichzeitig ihn zu uns führen will. Sie unterstreicht, dass Jesus die Mitte, der Dreh- und Angelpunkt von allem ist.

Hl. Familie

Hl. Familie

Ungewöhnlich an unserem Bild sind nun aber die drei kleinen Portraitbilder auf dem Bildnis. Es sind die Gesichter dreier seliger Eltern, die in ihrer Zeit Jesus und der Kirche Raum gaben und so zu Vorbildern und Fürsprechern für uns heute werden konnten. Sie machen deutlich, dass Heilige Familie sich immer wieder ereignen kann, nicht nur damals in Nazareth.

Rechts sehen wir den seligen Nikolaus Groß (1898-1945) dargestellt, der am 7. Oktober 2001 seliggesprochen worden ist. Ursprünglich war er Bergmann, bildet sich zum Redakteur fort und wirkt prägend in der KAB in der Zeit des Nationalsozialismus. Unterstützt wurde er dabei von seiner Frau Elisabeth, mit der er sieben Kinder hatte. Er starb als Märtyrer in Folge des Hitlerattentates. Sein Bild unterstreicht die Bedeutung der KAB und aller Verbände für die Gestaltung eines christlichen Alltagslebens in unserer Pfarreiengemeinschaft.

Links sehen wir die seligen Eltern Louis (1823-1894) und Zelie Martin (1831-1877), die Eltern der heiligen Therese von Lisieux, die am 19. Oktober 2008 selig gesprochen wurden und deren Reliquien seit der Altarweihe und Kolumbariumseröffnung 2010 vor unserem Altar ruhen. Sie sind uns wichtige Fürsprecher und besondere Unterstützer in unserer Pastoralarbeit in der Kolumbariumskirche, da ihr Familienleben sehr geprägt vom Umgang mit dem Tod war; vier ihrer neun Kinder starben früh und Zelie selbst verstarb sehr jung. Louis und Zelie gestalteten ihr Ehe- und Familienleben aus dem Glauben, so dass sie jedem von uns Vorbild sein können.

Die meisten von uns werden das Bild der Heiligen Familie sehen, wenn sie die Kolumbariumskirche verlassen. So stellen sich uns die unterschiedlichsten Heiligen und Seligen an den Weg in unseren Alltag. Sie laden uns ein, das zu tun, was sie in ihrer Zeit getan haben: Jesus in die Mitte zu stellen!
Pfarrer Hermann Hülsmann